Dienstag, 9. Juli 2013

Pontentialentfaltungscoach für pädagogische Mitarbeiter/innen der Behindertenhilfe

Veränderungen gestalten



Menschen, die sich für einen pädagogischen Beruf in der Behindertenhilfe entschieden haben, wollen einen Beruf der Sinn macht. In der beruflichen Praxis müssen sie jedoch mit vielen unvorhersehbaren Anforderungen kämpfen. Dann stellen sie sich oft die Frage: "was tue ich eigentlich hier?" Immer wieder stelle ich in der Beratung fest, dass die Einrichtungen keine ausreichende Orientierung und kaum Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Gerade junge Pädagogen sind unsicher. Oft wissen sie nicht, wie sie mit den vielen unterschiedlichen und manchmal auch widersprüchlichen Erwartungen aus der Umwelt umgehen sollen:

Die wissenschaftliche Pädagogik erwartet ein Umdenken in der Betreuung. Die Kostenträger rationalisieren und kürzen die Personalschlüssel und erwarten ein Kostenmanagement. Das Team erwartet Anpassung an Teamnormen und - regeln. Die Einrichtungen erwarten permanent einsatzbereite Mitarbeiter. Die Mitarbeiter erwarten einen interessanten und verantwortungsvollen Job bei angemessener Entlohnung. Die Angehörigen erwarten Kontinuität. Menschen mit Behinderungen wollen so normal wie möglich leben und erwarten entsprechende Assistenz, Respekt und Empathie. Diese Liste lässt sich weiter fortsetzen. Wie aber lässt sich eine Orientierung  herstellen?




Die Lösung des Dilemmas liegt in einer Veränderung der Arbeit auf drei Ebenen:

Ebene 1: die pädagogischen Fachkräfte entfalten mithilfe von Coaching ihr Potenzial. Regelmäßige Teamsitzungen und Beratung werden unterstützend eingesetzt, um sich Klarheit über die eigene Berufsrolle zu verschaffen.

Ebene 2: die Menschen mit Behinderungen entfalten ihr Potenzial mithilfe der Pädagogen. Mittels der Methoden aus der Biografiearbeit bzw. Methoden des personenzentrierten Ansatzes werden Menschen mit Behinderungen unterstützend begleitet.

Ebene 3: die Organisation entfaltet ihr Potenzial durch die  Mitarbeiter, den Nutzern und systemischen Beratern.  Maßnahmen werden im Sinne einer lernenden Organisation erarbeitet. Leitlinien halten berufsethische Inhalte fest.

Durch Veränderungen in der Organisation nehmen die Mitarbeiter/innen mit einem gestärkten Selbstbewusstsein Kontakt zur Umwelt auf. Entsprechend ihrer neuen Erwartungen beeinflussen sie wiederum Ihre Umwelt.

www.sbtplattform.de

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